Jahresbericht 2012

 Im Januar 2012 begann das neue Chorjahr mit der 34. GV am 23. Januar. Die GV wurde mit einem kleinen Buffet von Stefan und Martina gespendet eröffnet. Wir konnten im Chor neu Claudia und Michel willkommen heissen, mussten uns aber leider von Andreas trennen. Während des Chorjahres stiessen dann auch noch Martin, Kathrin und Tabea zu uns, die bereits wieder unverzichtbar für den Chor geworden sind. Lea konnte an der GV nach mehr oder weniger hartem Wahlkampf die Mehrheit der Stimmen für sich gewinnen und zog als Nachfolgerin von Bea in den Vorstand ein. Das Repertoire des neuen Chorjahres stand ganz unter dem Stern der Schweizer Lieder und so entstand im Laufe des Jahres an einer von drei Vorstandssitzungen der Titel „Tour dö Swiss“.
Den ersten Auftritt hatten wir am Frühlingssingen in Stäfa am 12. Mai. Bei überhaupt nicht frühlingshaftem Wetter und Temperaturen unter 10 Grad war die reformierte Kirche jedoch von den Stäfner und Ueriker Chören gut gefüllt und die einzelnen Konzerte und das gemeinsame Singen bleiben in guter Erinnerung.
Auf der Chorreise wurden wir von Eveline und Berta auf ausländisches Gebiet gelotst. Am Samstag 23. Juni wanderten wir abwechslungsweise auf schweizerischem und deutschem Boden, mit einigen ungeplanten Umwegen auf denen wir die schöne Waldlandschaft noch ausgiebiger bewundern konnten. In Neuhausen am Rheinfall angekommen bezogen wir unser Hotel. Das Abendessen genossen wir mit wunderbarem Blick auf den Rheinfall selbst. Susi spendierte angesichts ihres runden Geburtstages einen Apéro, vielen Dank noch einmal für diese bekömmliche Überraschung! Am Sonntag 24. Juni wanderten wir von Neuhausen bis nach Rheinau dem Rhein entlang. Den Rückweg nach Neuhausen legten wir jedoch dann in einem Boot zurück, auf dem wieder mit einem Apéro gefeiert wurde. Dieses Mal gespendet von Eveline, auch dank eines runden Geburtstages. Vielen Dank auch dir Eveline! Nach einer kleinen Rundfahrt um das Kloster Rheinau mussten jedoch alle noch einmal aussteigen, da das Boot das erste Wehr des Kraftwerkes von Rheinau über einen Bootlift passieren musste. Nur Ursi war es vergönnt, diese Erfahrung innerhalb des Bootes machen zu dürfen! Es war einmal mehr ein sehr schönes und genüssliches Wochenende, danke vielmal Berta und Eveline, wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Chorreise!
Was das Wetter uns beim Frühlingssingen vorenthielt machte es spätestens am Chorfest in Rüti am 30. Juni wieder wett. Doch zum Glück schmolzen nicht nur wir durch die heissen Temperaturen dahin, sondern auch die Jury des Chorfestes durch unseren Gesang. Trotzdem das Kriterium „Auswendig Singen“ vom Chor nicht erfüllt wurde, erreichten wir durch die Darbietungen von „Gabriellas Song“ und „Somebodyto Love das Prädikat „sehr gut“. Allen Mitsingenden dafür noch einmal herzliche Gratulation und ein besonderes Dankeschön an Martina, die mit dem Solopart von „Gabriellas Song“ brillierte.
Das Sommerbräteln fand dieses Jahr bei Margrit statt. Auf ihrer Terrasse wurde nicht nur fein gegessen und getrunken, sondern auch bis tief in die Nacht gesungen. Vielen Dank Margrit für die Gastfreundschaft! Es war ein wunderbar friedliches Zusammensein, das gleichzeitig die Probenpause der Sommerferien einläutete.
Kurz nach der Wiederaufnahme der Proben nach den Sommerferien mussten wir uns für einen Monat von Roger verabschieden, da dieser für einige Wochen in das Militär abgezogen wurde. Als würdiger Ersatz erschien Flurina, welche uns zuerst mit ihren zackigen Anweisungen und Tadeleien vielleicht etwas überrumpelte. Doch wir verfielen ihr, ihrem Giovanni und dem Calanda schon am ersten Abend und genossen die Abwechslung in der Probengestaltung.
Flurina bereitete uns auch auf das Orgelfestival Stäfa vom 16. September vor, das wir dann jedoch wieder mit Roger bestreiten konnten. Es war eine gelungene Vor-Haupt-Probe für die Konzerte, den knapp 20 Zuschauern hatte es auf jeden Fall gefallen.
Und schon wurde es wieder richtig ernst. Beim Singwochenende feilten wir wieder fleissig an unseren Singkünsten im Hotel Hirschen in Wildhaus. Martin erwies sich bereits in seinem ersten Chorjahr als Bass par excellence, als er sich zeitweise als einziger seiner Stimme gegen den Rest des Chores beweisen musste. Am Abend war wieder Zeit für Kegeln und Jassen. Zum ersten Mal seit langem wurde auch wieder einmal das Tanzbein geschwungen. Obwohl der Schlaf für einige wieder etwas spät kam waren die Proben ein voller Erfolg, was sich bald an den Konzerten zeigen sollte. Ein grosses Dankeschön hier vor allem an Roger, der es nicht nur immer schafft, das beste aus uns herauszuholen, sondern unser Repertoire dieses Jahr auch mit eigenen Chorsätzen bereicherte.
Am 16. November kam bereits der Abend der Hauptprobe, welche wir leider noch ohne Unterstützung durch Bass und Schlagzeug bestreiten mussten. Doch wir waren nichtsdestotrotz zuversichtlich für die nächsten zwei Konzerttage.
Am Samstag 17. November stiessen kurz vor dem Konzert dann doch noch Sandro Heule am Bass und Christian Wettstein am Schlagzeug zu uns und machten unser Glück komplett. Nach dem erfolgreichen Konzert am Samstag im Singsaal Moritzberg und dem anschliessenden Buffet trafen wir am Sonntag 18. November voller Elan in der Stiftung Wäckerling in Uetikon ein. Doch während den ersten Proben mussten wir uns zuerst noch an den Raum gewöhnen, der unsere Stimmen zunächst fast vollständig verschluckte. Nach kurzer Eingewöhnungszeit an den Raum und an Thomas Müller, der uns am Sonntag am Schlagzeug begleitete, fanden wir jedoch wieder in unsere Stimmen und boten erneut ein erfolgreiches Konzert dar. Das Konzertwochenende liessen wir darauf im Festsaal der Wäckerlingstiftung beim Abendessen ausklingen.
Da das Aussingen dieses Jahr aus Termingründen ausfiel traf sich der harte Kegel- und Jass-Kern eine Woche nach den Konzerten wieder in Rüti im Restaurant Schönegg, wo wieder tatkräftig gestochen und eingesargt wurde. Vielen Dank an Werni für die Organisation der Kegelbahn und grundsätzlich der Organisation der monatlichen Stammtische, welche neu im Restaurant Metzg in Stäfa begossen werden.
Unser letztes Treffen im Jahr 2012 fand wieder im Singsaal Moritzberg statt, wo wir sowohl den Abschluss des Chorjahres, als auch den runden Geburtstag von Madeleine feierten. Wieder freuten wir uns über die Anwesenheit von Mü, der uns beim anschliessenden Singen ebenfalls unterstützte. Vielen Dank Madeleine für das tolle Znachtbuffet, und an Vreni für ihr kleines Theaterstück!
Am 7. Januar starteten wir dann wieder voller Elan in das neue Jahr, das ganz im Zeichen von „Hits“ stehen wird. Leider verliessen uns Claudia und Michel nach nur einem Jahr wieder. Trotzdem freuen wir uns auf das kommende Chorjahr und wünschen allen viel Spass, Erfolg und harmonische Töne im 2013!

Nach den Konzerten ist vor den Konzerten

 Die Konzerte der Plauschsänger im November haben, nach den Rückmeldungen aus dem Publikum zu schliessen, einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Nun beginnt die neue Probensaison und am Chorgesang Interessierte sind eingeladen, mit zu singen und sich mit uns auf die nächsten Konzerte zum Thema „Hits“ vorzubereiten.

Die beiden Konzerte waren bestens besucht und haben viel Beifall gefunden. Die beiden Säle, der Singsaal Moritzberg, dessen Akkustik wir gewohnt sind, und der Festsaal der Wäckerling-Stiftung Uetikon waren sehr unterschiedlich. Letzterer verlangte unseren Stimmen alles ab, um akkustisch „gefüllt“ zu werden. Wir sind sehr gespannt, die Aufnahmen zu hören.

Die in Dynamik, Tempo, Stimmführungen und Sprachen sehr unterschiedlichen schweizer Chorlieder – traditionelle und moderne Stücke – ergaben einen spannenden und unterhaltsamen Mix. Einige Arrangements stammen übrigens aus der Feder unseres Dirigenten. Wie dieser selber in seinen Kommentaren schilderte, sind einige in letzter Minute frühmorgens vor der Probe ganz fertig geworden. Wir meinen – die Nachtarbeit ist ungesund, hat sich hier aber wenigstens gelohnt!

Bericht: Chorreise 2010

Der Patriot im Taminatal

Am Wochenende vom 29./30. Mai 2010 traten einige Stäfner Vereine im Taminatal auf und zeigten vor dem einheimischen Publikum und den Stäfner Gästen Kostproben ihres Könnens. Die Gemeinde Pfäfers ist Partnergemeinde von Stäfa. Den Beginn machten die Plauschsänger aus Ürikon mit dem Minimusical "Einer kehrte nicht zurück", welches die tragische Geschichte des Heinrich Nehracher, des "Stäfner Patrioten", aufgreift.

Nach den kurzen Ansprachen der beiden Gemeindepräsidenten zeigten die Plauschsänger nicht nur Sanges-, sondern auch Experimentierfreude, schauspielerische Improvisation und Flexibilität. Das vom Stäfner Jacques Vontobel geschriebene Stück wurde mit Teilen ihres Liedrepertoires zum Musical. Rainer Knödler sang, begleitet vom Chorleiter Roger Glaus, einen solistischen Part aus der Dreigroschenoper mit neuem Text. Mitglieder des Chors schlüpften in kleinere Rollen. Gelegenheiten zum Proben gab es lediglich zwei und am Samstag selber vor dem Auftritt eine Stellprobe, dann ging es los vor Publikum. Improvisationsgabe und Spielfreude waren denn auch hie und da nötig, um nicht stecken zu bleiben.

Patriot vom Sockel geholt
Da die Möglichkeit einer weiteren Aufführung in Stäfa erwogen wird, sei hier nur wenig INhaltliches verraten. Der Patriot am Hafen von Stäfa, gespielt von Hans Reichling, verschwindet eines Tages für einige Stunden vom Sockel, um sich im heutigen Stäfa etwas umzuschauen. Das sorgt natürlich rasch für etliche Aufregung im Dorf. Witzig an der Aufführung ist, dass einige heutige Bewohner Stäfas mitspielen und "dem Patrioten" von ihrer ARbeit erzählen. Die Stäfner wollten bald ihren Patrioten wieder haben. Ein Blick auf den Sockel heute zeigt, dass ihnen das gelungen ist.

Chorreise kombiniert mit Auftritt
Der Auftritt in Pfäfers war eine gelungene, wenn auch etwas anstrengende Kombination mit der jährlichen Chorreise der Plauschsänger. Nach der Erkundung der Taminaschlucht mit Bräteln im Nieselregen am SAmstag, umwanderten am Sonntag einige Teilnehmende Bad Ragaz in sehr wechselhaftem Wetter. Andere zogen das warme Nass im Bad dem Regen vor. Schon am Montag wurde wieder, wie jeden Monntagabend geübt.

 

Ernst Schroeter